Der EFRE-Heusenkraut

JussieDie Wasserpflanzen großblütiges Heusenkraut Ludwigia grandiflora und Ludwigia peploides stammen aus Südamerika und wurden zu Anfang des 19.Jahrhunderts als Zierpflanzen (z.B. in Aquarien oder Bassins) eingeführt.

Das exponentielle Vermehrungspotential der jussies in Feuchtgebieten und Kanälen stellt auf verschiedenen Ebenen eine Bedrohung dar: Behinderung der Wasserwirtschaft der Sümpfe und dadurch Vergrößerung des Überschwemmungsrisikos, für die Biodiversität durch die Veränderung des Biotops und die Konkurrenz zu den heimischen Pflanzen, die schon durch wirtschaftliche Aktivitäten bedroht sind: Die Viehzucht, die Fischerei, die Jagd, der Tourismus, die Schifffahrt und die Industrie. Die Heusenkräuter sind als sehr invasiv eingestuft und die Eindämmung der Ausbreitung der Pflanzen ist notwendig.

Seit 2001 Haben sich die Heusenkräuter im Canal du Vigueirat zwischen der Brücke im Dorf Mas-Thibert und dem Étang du Landre, flussabwärts und flussaufwärts dieses Bereichs. Flussaufwärts breitet sie sich seit zehn Jahren weiter aus, flussabwärts wird die Ausbreitung möglicherweise durch die Präsenz von Seerosen gehemmt.

Jussies Ccanal du Vigueirat

Die Präsenz einer solchen Masse an Heusenkräutern auf der ganzen Länge des Kanalabschnitts birgt ein großes Risiko der Ausbreitung in die peripheren Sümpfe und damit in die Marais du Viguierat. Bei jedem Hochwasser des Canal du Vigueirat werden zahlreiche jussiefreie Sümpfe überschwemmt, wobei auch die Brutknospen der jussies mitgetragen werden. Zusätzlich werden durch die Pumpstationen am Canal du Vigueirat der Wasserstand der Sümpfe und Teiche kontrolliert, was ebenfalls dazu führt, dass sich die Pflanzen im Naturschutzgebiet und den umliegenden Sümpfen ausbreiten können. Die Einführung eines Programms gegen diese Spezies im Kanal hat sich als notwendig erwiesen, auch weil er für weitere Orte die Quelle des Vordringens der Art ist.

Jussie Canal du Vigueirat

Die Kenntnisse und verschiedenen Studien, die im Canal du Vigueirat durchgeführt worden waren, erlaubten es, die Nutzter und Bewirtschafter des Kanals zu definieren. Eine konzentrierte Arbeit mit den verschiedenen bewirtschaftenden Strukturen wurde durchgeführt. Es wurde beschlossen, dass der Canal du Vigueirat behandelt werden müsste.

Die Aktion ist auf der Länge von 80km des Kanals vorgesehen – von Eyragues bis zur Mündung des Kanals in den étang du Landre in den Gemeinden Eyragues, Maillane, Saint Rémy de Provence, Saint Etienne du Grès, Tarascon, Fontvieille, Arles und Port Saint Louis du Rhône (Département Bouches du Rhône und Region Provence Alpes Côte d’Azur).

Es gibt eine Vielzahl von Zielen für das Projekt:

  • Die starke Reduktion des Bestands der jussies im canal du Vigueirat zwischen Eyrages und der Mündung in den étang du Landre, um eine langfristige und regelmäßige Kontrolle durch die Bewirtschafter des Kanals in der Zukunft zu ermöglichen. Die Entfernung der jussie wurde durch ein eigens dafür entworfenes Boot möglich.
  • Die Mobilisierung der einzelnen Beteiligten der Bewirtschaftung des Wassers in diesem Gebiet und deren Einbringung in den Kampf gegen die Heusenkräuter, vor allem um die Kontrolle auf Dauer bewältigen zu können.
  • Der Transfer von Methoden und Techniken des Kampfes gegen die jussies, und damit die Aussortierung von schlechten Praktiken (Mähen, Anwendung von Chemikalien) durch die Verbreitung von Informationen über Maßnahmen und die Sensibilisierung von Beteiligten.
  • Suche nach Möglichkeiten zur Nutzung der Ausgerissenen Pflanzen (Herstellung von Papier etc.)
  • Die Durchführung von wissenschaftlichen Studien, damit das Programm optimal durchgeführt werden konnte und damit die kurz- und mittelfristigen Folgen der Entfernung der Heusenkräuter für die Flora und Fauna des Kanals beobachtet und dokumentiert werden können.

Die Amis des Marais du Vigueirat waren Initiator und Koordinator des Projekts. Bestimmte Arbeiten werden durch externe Leistungserbringer, wie la Tour du Valat, auf dem dafür vorgesehenen wissenschaftlich beobachteten Abschnitt, die Vereinigung L’Art du Trait, für die Nutzbarmachung der Pflanzen oder das Centre Permanent d’Initiatives pour l’Environnement Rhône-Pays-d’Arles, für die Erstellung von Kommunikationswerkzeugen verrichtet.

 

Partner des Projekts:

  • Der Verein L’Association du Vigueirat Central de Tarascon
  • Der Verein L’Association de Dessèchement des Marais d’Arles o Le Grand Port Maritime de Marseille
  • Der Verband Fédération pour la Pêche et la Protection des Milieux Aquatiques des Bouches-du-Rhône
  • Der Fischerverein Arles Saint-Martin de Crau pour la pêche et la Protection des Milieux Aquatiques
  • Der regionale Naturpark Camargue
  • Die Küstenschutzorganisation Conservatoire du littoral
  • Die Stadt Arles
  • Der Rat zur Bewirtschaftung der Associations Syndicales du Pays d’Arles
  • Die ASA Agricole du perimètre Centre-Crau
  • Die Jägervereinigung Port-Saint-Louis-du-Rhône
  • Die Eigentümer der anliegenden Grundstücke


Finanzierung:

  • Europäischer Fonds für regionale Entwicklung
  • Der Staat durch DREAL Provence-Alpes-Côte d’Azur (Directions Régionales de l’Environnement, de l’Aménagement et du Logement) und die DIRECCTE Provence-Alpes-Côte d’Azur (Direction Régionales de Entreprises, de la Concurrence, de la Consommation, du Travail et de l’Emploi)
  • Die Agence de l’Eau Rhône Méditerranée Corse
  • Die Küstenschutzorganisation Conservatoire du littoral
  • Der Regionalrat Provence-Alpes-Côte d’Azur
  • Der Generalrat des Départements Bouches-du-Rhône
  • Die Gemeinschaft der Agglomeration ACCM (Arles Crau Camargue Montagnette)
  • Die Kommune Arles

 

 

Laden sie den Flyer zur Verhinderung der Ausbreitung der Heusenkräuter im canal du Vigueirat herunter (französisch)