Die Jagd

Auf den Marais du Vigueirat wurde bis Anfang der 1980er Jahre Jagd praktiziert.

Sanglier

Wildschwein

Im Anschluss an den Kauf eines Großteils des Standorts durch das Conservatoire du littoral, dann durch die Einführung von Schutzmaßnahmen, haben sich verschiedene Festlegungen in Übereinstimmung mit den Besitzern der Flächen gebildet. Zurzeit wird auf dem größten Teil des Standorts, darunter das Naturschutzgebiet, nicht gejagt. In der Vergangenheit haben die früheren Besitzer selbst geschossen oder haben das Jagdrecht vermietet. Es handelte sich also um „private“ Jagd. Schrittweise durch den Kauf des Gebiets durch das Conservatoire du littoral, hat sich die Jagd eingestellt, außer auf der Fläche „la Petite Forêt“. Auf den Zonen zugehörig zum „Grand Port Maritime de Marseille“  und zum „Oeuvre Générale du Galéjon“ wurde schon vor der Klassifizierung als Naturschutzgebiet nicht geschossen. Anders auf den ehemaligen Flächen der Kommune Port-Saint-Louis-du-Rhône, auf welchen vor der Klassifizierung geschossen wurde. Über den gesamten Zeitraum der Einweisung als Naturschutzgebiet wurden Verhandlungen mit der Jagdgesellschaft von Port-Saint-Louis-du-Rhône abgehalten, um die Fortführung der Jagdaktivität zu erlauben, jedoch hatten sie keinen Erfolg. Seit der Veröffentlichung des Dekrets des Naturschutzgebietes, wird auch auf dieser Zone von ca. 2 ha nicht mehr geschossen.

Heute liegen die einzigen Jagdzonen der Marais du Vigueirat (ca. 65 ha) außerhalb des Naturschutzgebietes und betreffen die Flächen westlich des Kanals d’Arles à Bouc (Petite Forêt und Cassaïre).

– Auf dem Cassaïre wird die Jagd vom Zusammenschluss der Jäger von Mas-Thibert (ACM) durchgeführt, die Jagdgesellschaft zählt ca. 35 Mitglieder. Die hauptsächlich betroffenen Arten sind Wasserfederwild und Zugvögel, der Fasan und das Wildschwein. Eine Vereinbarung präzisiert die Bedingungen zur Jagdausführung. Der Jagddruck ist sehr gering mit zwei Tagen pro Woche und einer maximalen Anzahl an zehn Jägern, geregelt durch eine Namensliste. Es besteht außerdem eine obligatorische Rückverfolgung der Entnahmen. Die Entnahmen sind sehr gering und betreffen im Wesentlichen die Enten und die regenpfeiferartigen Vögel. Es ist jedoch möglich, dass die Anzahl im Anschluss an die Fertigstellung der Restauration des Standorts Cassaïre in Zukunft steigen wird.

– Auf dem Gebiet Petite Forêt wird seit 2012 die Jagd auf Wildschweine praktiziert, in Form von einer bis drei Treibjagd(en) pro Jahr, durchgeführt durch den ACM. Die Einführung dieser Treibjagden stellt eine Antwort auf die Anfragen von angrenzenden Landwirten dar, die Schäden auf ihren Äckern erfahren (Wein, Reis und Sonnenblumen). Ebenso auf die Gerichtsverfahren, geführt durch den Jagdverband der Bouches du Rhône (FDC 13) von 2011 bis 2013 gegen die Betreiber und die „Besitzer von geschützten Naturräumen“. Diese Verfahren haben auf Nachfrage des FDC 13 2014 ein Ende genommen, ohne dass ein Urteil gefällt wurde. Die Entnahmen sind auch hier gering (weniger als zehn Tiere pro Jahr und die Treibjagden streben hauptsächlich die Einschränkung der Wildschweinpopulation an.